25. November 2011
Verkehrte Welt |
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Neue Studie gibt Rätsel auf Aus den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Studie sollte man besser keine falschen Konsequenzen ziehen. Es gilt als allgemein anerkannt, dass man je mehr Risikofaktoren (wie Rauchen, erhöhte Fettwerte, Diabetes, Bluthochdruck und genetische Belastung) hat, desto eher an einem Herzinfarkt sterben kann.Nun wurde in dem anerkannten US-amerikanischen Fachblatt Journal of the American Medical Association (Jama) über eine Studie berichtet, in der die Daten von 542.008 Menschen ausgewertet wurden, die zwischen 1994 und 2006 einen ersten Herzinfarkt erlitten. Das paradoxe Ergebnis dieser Untersuchung: Je mehr Risikofaktoren hat, desto eher überlebt man den Herzinfarkt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts starben allein in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 59.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Ursache ist entweder eine plötzliche Verstopfung eines oder mehrerer Herzkranzgefäße durch ein Blutgerinnsel oder eine zunehmende Verengung durch Arteriosklerose. Zwar treten oft typische Symptome auf wie Schmerzen in Brust, Arm oder Rücken, Schweißanfälle oder Luftnot. Mitunter aber merken die Betroffenen nur ein Ziehen im Bauch oder sogar gar nichts - eine Therapie kommt dann oft zu spät. (s.a.: News: Herzbericht: Herzinfarkt bleibt Männersache) Kommentatoren der sicherlich ernst zu nehmenden Studie interpretieren die Ergebnisse in der Form, dass Patienten mit Risikofaktoren in der Regel besser medikamentös eingestellt sind, als soche ohne Risikofaktoren. Keinesfalls sollte aus der Studie der Schluss gezogen werden, dass die Risikofaktoren doch keine Risikofaktoren sind. Quelle: JAMA 2011;306(19):2120-2127. doi: 10.1001/jama.2011.1654 |
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